5. Juni 2014

Rückreise 1: Die älteste Holzkirche Schwedens und Böllerschüsse in Lund


Die Blockbaukirche in Granhult wurde um 1220 erbaut, der freistehende Glockenstuhl stammt von 1703.
Bei Regen treten wir die Rückreise von Oskarshamn Richtung Malmö an. Unterwegs wollen wir die älteste Holzkirche Schwedens in Granhult und die Universitätsstadt Lund sehen. Dazwischen liegen über 300 km Wald und südschwedische Landschaft.


Neben der Kirche liegt das frühere Pfarrhaus, ein bretterverkleideter Blockbau in "Falunrot"
Die Kirche von Granhult ist ein schlichter Blockbau von etwa 1220 mit eingezogenem Chor und Schindelverkleidung. Die kleine Eingangshalle links wurde 1731 angebaut.
Ein kleines Rundbogenfenster aus der Bauzeit um 1220 - größere Fenster gab es an der mittelalterlichen Kirche nicht.
Der hölzerne Innenraum wurde 1753 renoviert und in farbenprächtigem "Bauernbarock" bemalt. Die Kanzel stammt von 1669.
Unter der Decke: Gottvater auf dem Thron (nach der Offenbarung des Johannes)
Ein Engel darf auch nicht fehlen...
Ein Kreuzigugsbild mit gemaltem Vorhang im Chor. 
Der Schlitz neben der Chortür ist ein "Hagioskop" - durch diese Öffnung konnten im Mittelalter Leprakranke oder Exkommunizierte zum Altar blicken und die Messe verfolgen.
Der reich bemalte Innenraum nach Westen.
Auch die Sakristei (Anbau aus dem 17. Jahrhundert) ist reich ausgemalt.
Reiche barocke Rankenmalerei und der Sündenfall: Adam und Eva mit der Schlange am Baum der Erkenntnis
Die Vertreibung aus dem Paradies
In der alten Universitätsstadt Lund werden wir mit schwerem Kanonendonner begrüßt. Die Böllerschüsse gelten natürlich nicht uns, sondern den frisch promovierten Doktoranden der Universität, die im Dom ihre Abschlussfeier erleben.
Die Apotheke zum Schwan in Lund wurde 1627 gegründet. Das heutige Gebäude entstand 1896-97.
Ein goldener Schwan über dem Eingang der Apotheke
Die erhaltene historische Einrichtung - eine qualiätvolle Mischung aus Neorenaissance und Jugendstil
Den Dom in Lund besuchen wir bei Regen - in schönstem Sonnenlicht präsentiert er sich erst bei unserer Abfahrt. Die imposante Westfront in rheinischer Romanik entstand allerdings erst bei der Restaurierung des Domes im 19. Jahrhundert.
Der romanische Innenraum des Domes
Apsis mit vergoldetem Schnitzaltar des 15. und Mosaik des 19. Jahrhunderts.

Stories of monsters and men: Geschnitzte Figuren am Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert

Auch Fachwerk gibt es in Lund zu entdecken - bei endlich besserem Wetter.
Lund ist eine lebendige Stadt mit vielen jungen Leuten. Diese beiden Mädchen mit "Pennälermützen" feiern offensichtlich ihr frisch bestandenes Abitur.
Unser letzter Übernachtungsort in Schweden ist Malmö. Hier fahren wir erst einmal an den Öresund, um nach Kopenhagen hinüberzuschauen und den Sonnenuntergang zu erleben.
Anschließend begeben wir uns in die Stadt. Ein Geschäftshaus mit Werbung am Marktplatz in Malmö
Auch in Malmös Altstadt gibt es Reste der alten Fachwerkbebauung, hier ein Kaufmanns- oder Handwerkerhof aus dem 16. Jahrhundert.
Abendessen auf dem Marktplatz in Malmö. Es ist etwas frisch, daher hat Heinz sich in einen "königlichen" Mantel gehüllt

(Texte: Heinrich Stiewe)

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