12. Juli 2004

Auf den Spuren der ältesten noch stehenden Holzarchitektur Europas

Familienfoto mit den Reisenden: Ulrich Klages, Erhard Pressler, Bernd Kunze, Heinz Riepshoff und Volker Gläntzer, vor der schönsten und ältesten erhaltenen Stabkirche in Urnes, die wir p. Bootstaxi erreichten.


Wenn man jahrelang norddeutsche Bauernhäuser erforscht, möchte man auch einmal etwas anderes sehen und so hatte Heinz schon 2004 die Idee, einmal die ältesten noch stehenden Holzbauten in Norwegen zu besuchen.
Schnell waren vier Mitreisende gefunden und Anfang Juni 2004 machten wir uns für zehn Tage auf den Weg zu den norwegischen Stabkirchen und anderen alten Gebäuden, die uns hoffentlich begegnen würden.

22. März 2004

Wandernde Häuser und fliegende Bauten

die Wasserburg Lüdinghausen

Translozierung von Gebäuden aus historischer Sicht.

15. Tagung der AG Haus- und Gefügeforschung in Lüdinghausen (Münsterland) am 20. und 21. März 2004. 

Heinrich Stiewe, IGB, Blomberg

Daß die Translozierung von Gebäuden – also ihre Versetzung an einen anderen Standort – nicht nur ein aktuelles Problem der IGB oder der Denkmalpflege ist, sondern auch in früheren Jahrhunderten häufig praktiziert wurde, zeigten die 17 Vorträge der 15. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Haus- und Gefügeforschung in der IGB (zugleich Regionalgruppe Nordwestdeutschland des Arbeitskreises für Hausforschung) am 20. März 2004 auf eindrucksvolle Weise. Die qualitätvoll restaurierten Räume der Renaissance-Burg Lüdinghausen boten einen stimmungsvollen Rahmen für die von Johannes Busch und Dietrich Maschmeyer glänzend vorbereitete Veranstaltung. Der folgende Exkursionstag gab wie üblich Gelegenheit, den ländlichen Baubestand des Münsterlandes als gastgebende Region kennen zu lernen. Vom stattlichen Gräftenhof bis zum Kotten wurden Beispiele unterschiedlicher Sozialschichten gezeigt; Höhepunkte waren ein spätgotischer Steinspeicher des 16. Jahrhunderts und die mittelalterliche Wasserburg Vischering, die schon am Anreisetag ausgiebig besichtigt worden war. Mit mehreren ungenutzten und dem Verfall preisgegebenen Hofanlagen wurden den Teilnehmern aber auch die immensen Probleme der Denkmalpflege im vom Strukturwandel betroffenen ländlichen Raum vor Augen geführt.

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