26. April 2015

Frühjahrstagung der IGB in Ostereistedt

Würdiger Rahmen für die Frühjahrstagung der IGB –
das von der IGB Rotenburg betreute "Eckes Hus”
Ende April fand das diesjährige Treffen der Interessengemeinschaft bauernhaus e.V. in Ostereistedt statt. IGB-Mitglieder aus ganz Deutschland trafen sich zum Kennenlernen, aber auch um sich über die IGB-Arbeit auszutauschen.  
Erfreulich war die steigende Teilnehmerzahl aus den "Südstaaten” der Republik, die ja in der Vergangenheit nicht so stark vertreten waren. Teil der Veranstaltung war auch die Jahreshauptversammlung des eingetragenen Vereins IGB – diese gesetzlichen Formalitäten müssen ja jährlich abgehandelt werden. 
Der Exkursionssonntag erlaubte uns einen Blick auf die Hauslandschaft in der Region Rotenburg/Zeven, s. die folgende Bilderserie.
Das Treffen fand im 1564 erbauten „Eckes Hus“ in Ostereistedt statt. Es ist das älteste noch vorhandene Bauernhaus im Landkreis Rotenburg (Wümme) und das einzige Haus im gesamten Wümmekreis ohne Schornstein. Dieses Haus wird von den Rotenburger IGB-Aktiven mit viel Engagegement und auch finanziell, nur um seiner selbst willen erhalten und ist über die Region hinaus sehr bekannt.
Organisiert wurde das Treffen von der Rotenburger IGB unter der Leitung von Wolfgang Dörfler, der die Außenstelle der IGB seit 30 Jahren leitet. Ihm und seinen Helfern und Helferinnen an dieser Stelle einen herzlichen Dank für dieses kurzweilige Wochenende.

Eckes Hus in Ostereistedt bei Zeven
Der Tagungsort für das Frühjahrstreffen der IGB 
Knaggen unter der Traufe des Hofgiebels
Schmiedekunst
Schnitz-Kunstwerk
Traufwand 
Kammerfachgiebel
Baukunst
Sodwippe und der Brunnenkasten auf dem freigelegten Brunnen
Diele
beeindruckende Hauskonstruktion
Kopfbänder im Längs- und Querverband
Zimmermannszeichen auf dem Kopfband
das durchgehende Unterrähm mit Kopfbändern
Farbgestaltung der Herdwand – inzwischen vom Restaurator untersucht
und restauratorisch gesichert
Farbbefund unter der Türlaibung
"verkrüppeltes” Türband
Die Außen- und Kontaktstellentagung und die Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Bauerenhaus e.V. (IGB)
Vorstandssitzung im Uli-Klages-Gedenkzimmer im Eckes Hus
Vorstandsgesichter
Tagung der Außen- und Kontaktstellen der IGB im Flett von Eckes Hus – 
rechts die Kammerfachwand mit den einmaligen Farbbefunden
aufmerksame Zuhörer lauschen den hausgeschichtlichen Ausführungen von
Wolfgang Dörfler – auf der Diele des Hallenhauses … 
… und im Flett 
Heinz und Wolfgang beim fachlichen Austausch
Jahreshauptversammlung – spannende Zahlen werden auf der Leinwand gezeigt
Der Abendvortrag von Wolfgang Dörfler: "30 Jahre IGB Rotenburg” –
informativ, unterhaltend und auch noch mit dem nötigen Schuss Humor gewürzt
… und dann gibts lecker Gegrilltes
Feierabendgespräche beim Bier – Wie lange hat der Abend gedauert?
Die Exkursion am Sonntag

Vor der Abfahrt des Busses – Rätselraten über die Funktion
eines alten bäuerlichen häuslichen Gerätes
Erste Station des Exkursionssonntages ist "Eschelshoff” in Benkel.
Familienfoto vor dem Wirtschaftsgiebel dieses fast 400jährigen Bauernhauses.
Der Eigentümer Prof. Dr. Ludwig Fischer begrüßt die Gruppe.
Das Haus stand auf dem Nachbarhof, 80 m entfernt, vom Abriss bedroht und wurde hierher transloziert.
Es ist eines der mächtigsten Bauernhäuser, errichtet 1647,
am Ende des Dreissigjährigen Krieges. 
Im Innengerüst sind Hölzer mit den stärksten bekannten
Holz-Querschnitten verbaut
beeindruckende Kopfbänder von 1647 auf der Diele
Flett mit dem ca. 6 m langen Unterschlag
Zum Hof gehört ein sehenswerter Kräutergarten und ein Hofcafe
(leckerer Kuchen von den Landfrauen) und kann besichtigt werden
Auf der fahrt zum nächsten Besichtigungsobjekt begegnen wir
diesem von den örtlichen IGB-Aktiven restaurierten Schafstall –
ohne besondere Nutzung, nur um seiner selbst Willen
Das zweite Besichtigungsobjekt des Tages ist dieses 1862 errichtete Bauernhaus 
"Zirkelschlag” am Düssel
…und oben am Düssel dieses unbestimmte Symbol
(Sonnenrad? dreiblättrige Blüte?), darüber die Signatur des Zimmermanns
Das Dielengerüst mit typisch schlanken Holzquerschnitten
aus der am Giebel eingeschnitzten Bauzeit
Knotenpunkt Ständer - Deckenbalken - Rähm
Vorstellung des Hauses auf der Diele, durch den Hauseigentümer
auf dem wohnlichen Flett
die mit Schwung geschmückte originale Knagge
unter dem Unterschlagbalken (Luchtbalken)
Zimmermannszeichen
Gartenansicht dieses sensibel restaurierten Hauses …
… mit einem großartigen angelegten Garten
(kann am tag des offenen Gartens besichtigt werden)
1808 steht auf dem Torbalken dieses später veränderten 
Hauses (verbreitert, verlängert) in Höperhöfen
Die Besitzer berichten über die wechselvolle Hausgeschichte und Geschichten mit dem Haus,
rechts Wolfgang Dörfler, Organisator dieses Wochenendes und dieser Exkursion
geheimnisvolles Kürzel auf der Giebelschwelle
Zimmermannssignatur auf dem Torbalken
Schnitzkunst auf dem Düssel
Die Ständerreihe auf der Diele
Knotenpunkt Ständer . Rähm - Deckenbalken
Fensterrahmens mit "Zierprofilierung” in der Kammertür
Nebenan steht der schon vor einigen Jahren restaurierte und somit erhaltene Schafstall
Detail der Schafstallwand
sämtliche hier üblichen Ausfachungsarten wurden hier angewendet
Kopfbänder im Schafstall
Eck-Knotenpunkt
Hofstelle in Höperhöfen von 1791 d, und 1637 d Bauteile auf der Diele
Schmuckdetail (Lebensbaum? und Zirkelschlag? Sonnensymbol?)
auf der Giebelschwelle
original erhaltene Ständerreihe
Gefügediskussionen
Das Flett mit einem nachgebauten Herdrähm mit Pferdeköpfen
Mehrzweckgebäude (Stall/Speicher/Scheune) von 1812
mit ursprünglichem Queraufschluss und einseitiger Kübbung
jüngerer Wohnraum als Anbau an die Scheune
Haus der Familie Dörfler in Hesedorf,
ein ehemaliges Häuslingshaus von ca. 1845
Torsituation zur Belichtung der bewohnten Diele – hinter der
offenen Grootdör läßt eine durchgende Scheibe Licht herein
IGBler und Hausforscher sind immer neugierig
wie ein gemaltes Bild - die Türen des Nebengebäudes
(welcher Maler kann das malen?)
Schlossgeschichten
Gartenansicht, links ein Nebengebäude mit einfachem Wintergarten
Wolfgand Dörfler erklärt sein Haus
Knagge unter dem Flettbalken
Die Herdwand mit Schwibbogen-Herd und originale Rußspuren an der Wand 
das Zusammenspiel aller Balken der Flettkonstruktion mit gebogenem Luchtbalken
Stilleben: Blumenarrangement vor versottetem Lehmgefach
gleich um die Ecke ist das Hesedorfer "Dorfmuseum” mit mehreren
wiedererrichteten traditionellen Gebäuden –
hier in diesem Schafstall genießen wir …
… den wohlverdienten Butterkuchen und Kaffee
Das vor Jahren mit einem Kran hierhin versetzte Backhaus
Wolfgang Dörfler berichtet über den Wiederaufbau der Gebäude
Das Backhaus mit Backofen, im Hintergrund der Schafstall
Wand des Torfschuppens mit getrocknetem Torf

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