16. September 2013

16.09.2013: Nachrichten aus der Normandie

Château Le Neubourg vom Marktplatz aus gesehen. Der rechte Gebäudeteil wird heute beprobt. Der Fachwerkteil ist eine spätere Zutat und verdeckt den dahinter liegenden Donjon.

  
Das Château von der Rückseite. Rechts der Donjon vermutlich aus dem 11. Jahrhundert, allerdings nicht Gegenstand einer Untersuchung. Er gehört einem Australier, sodass die Gemeinde darauf keinen Zugriff hat.

Die Außenansicht lässt kaum ahnen, dass im Inneren ein Dachwerk von diesen Dimensionen steckt. Balkenlänge 12 m, Querschnitt ca. 50x50 cm. Das Hängewerk war somit für die Statik dringend erforderlich. Die Zangen sind allerdings aus späterer Zeit. Renate Preßler fungiert als Maßstab.

Ursprünglich war das Dachwerk mit einer Holztonne versehen. Vom Obergeschoss bis in den First, der in der ursprünglichen Ausführung zumindest zeitweise sichtbar war, misst das Bauwerk 24 m. Zu sehen ist die Kaminanlage unterhalb der offenen Balkenlage. Erst im 19. Jahrhundert wurde teilweise eine Zwischendecke eingezogen.
Der sog. Salzkeller im Erdgeschoss des Château. Unterzug und Ständer vermutlich eine spätere Ergänzung. Die Datierung wird es zeigen.

Villez-sur-Le-Neubourg, Haute Normandie, Pfarrhaus. Zustand vor der Sanierung

Villez-sur-Le-Neubourg, Haute Normandie, Pfarrhaus. Zustand vor der Sanierung
 
 
Villez-sur-Le-Neubourg, Haute Normandie, Pfarrhaus. Zustand nach der Sanierung.

 Villez-sur-Le-Neubourg, Haute Normandie, Pfarrhaus. Zustand nach der Sanierung.

Einzigartig wohl die Wendeltreppe aus einem Baum (Buche) gearbeitet.




 Den Einbau für das Jahr 1739 belegt dieses beschriftete Brett. Vermutet aber wird eine Sekundärverwendung der Treppe. Sie wird wohl älter als das ausgewiesene Datum sein.

  Unter dem Haus ein Keller aus romanischer Zeit.

Auf dem Grundstück ein Gebäude, dessen Nutzung bisher unbekannt ist. Der Aufwand an Eckquaderung und Simsprofilen ist ungewöhnlich. Die Größe könnte für ein Bachkaus sprechen. Aber der Backofen fehlt.

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