29. September 2016

Bauernhäuser, Stadthäuser und ein Knopfmuseum

Herbsttreffen der IGB in Wiedenbrück und umzu

Brüstungsbohle des Hauses "In der Halle 2" in Wiedenbrück mit Fächerrosetten und geschnitzten Masken.
Am letzten Wochenende in diesem sommerlich warmem September fand das IGB-Herbsttreffen in Rheda-Wiedenbrück statt.
Neben den üblichen Vereinsritualen und Diskussionen über die IGB-Arbeit gab es wie immer auch diesmal ein interessantes Exkursion- und Besichtigungsprogramm. Tagungsort war der "Meierhof Rassfeld" mit seinen historischen Gebäuden, im nahen Gütersloh.

Die übliche Exkursion ging zum Hof von Familie Winkler in Herzebrock-Clarholz und  die Kleinstadt Wiedenbrück mit ihren Fachwerkhäusern wurde vorgestellt.
In Verl wurde der Hof Dolleschel und das Knopfmuseum besichtigt.

Am besten jetzt die Fotos anschauen. Viel Spaß.

Das Treffen der IGB Außen- und Kontaktstellen
fand stilgerecht auf der Diele des Haupthauses statt.
Das Haupthaus des Meierhofes Rassfeld,
ein Vierständerhaus von 1825
Diskussionsbedarf in den Tagungspausen


Der doppeltürige Schafstall aus dem 17. Jahrhundert 
ist mit 15 x 12,10 m breiter als lang.  
Noch 1954 wurden hier 150 Schafe gehalten.
Eckknoten des Gefüges
Knaggen der Vorkragung anm Schafstall
Schafstalltor
Auf 1578 ist der Speicher Datiert. Wer genau hinschaut, 
wird erkennen , dass der Speicher  um 3 Fach 
nach vorne verlängert wurde. 
Eingangsbereich des Speicher. Der Spruchbalken verrät 
das Jahr der Verlängerung: 1754, den 2. Mei
Sonnensymbol in der Giebelspitze des Speichers.
Speichertraufwand mit gebogenen Fuss-Streben und Fächerrosetten.
Besichtigung des in Restaurierung befindlichen Hofes 
in Herzebrock-Clarholz.
Der Vierständerbau wurde 1722 errichtet.
Diskussionen auf der Diele.
Am Gerüst gibt es die üblichen Veränderungen. 
So ist die linke Standesehe schon nach innen gewandert.
Kopfbänder im Längsverband
Das Flett mit dem mächtigen Rauchfang über der Feuerstelle.
Ansicht des Wohngiebels. Haus und Eiche gehören 
zusammen und verbinden sich hier zu einer optischen Einheit.
Abseits des Haupthauses steht der "kopflose" Speicher 
und wartet auf seine Wiederauferstehung. 
Auf dem Kopfband im Inneren verrät das qualitätvoll 
geschnitzte Baudatum das Alter. Darunter die Hausmarke.  
Die nicht mehr vorhandene Schwelle und teilweise 
Absenkungen lassen das Untergeschoss sehr niedrig erscheinen. 
Schnelles Handeln ist hier angesagt. Der Zustand wird nicht besser. 
Der marode Speicher gibt Anlass zu fachlichen Diskussionen. 
Stadtrundgang in Wiedenbrück. 
Am Stadtmodell gibt Ulla Grünewald eine lebendige 
Einführung in die Geschichte und die Organisation 
der kleinen Stadt Wiedenbrück.
Die Stadt hat einige prächtige Fachwerkfassaden zu bieten.  
Die Dekoration reicht bis an den Fuß der Torständer.
Wiedenbrück, Lange Straße 38, Haus Ottens: Dreischiffiges Dielenhaus 
mit Speicherstock, erbaut 1635.
Ansicht Lange Straße.
Knaggenparage am Marktgiebel.
Der Blick nach oben zeigt, was sich so alles 
in Stockwerksschwellen schnitzen läßt.
Aus der Nähe offenbaren sich Bauschäden der 
vor wenigen Jahren wiederhergestellten  Bausubstanz.
Geschnitztes Porträt auf dem Torständer.
Das unscheinbare kleine Fachwerkhaus bietet ausreichend Anlass,
um über Bauphasen und Konstruktionsdetails zu diskutieren.

Giebel mit Fächerrosetten

Sonnensymbol im Giebeldreieck
Die meisten Fachwerkhäuser werden als Läden genutzt,
hier eine Fassade von 1604
Detail im Torbogen der o.a. Fassade
Initialen mit Hausmarke


Handwerkersymbole
Die alte Apotheke




Dreischiffiges Dielenhaus von 1567 mit Speicherstock und Utlucht. 
Fächerrosetten und Brüstungsbohlen mit figürlichem Schnitzwerk.



Rechte Seite des Torbogens.
Besuch des Knopfmuseums und der Knopfmanufaktur in Verl. Die über 100 Jahre alte Technik stammt aus einer aufgegebenen Knopfmanufaktur nahe Paris und wurde vor dem Schrottplatz gerettet. 
Knöpfe u.a. aus der Steinnuss.
Hörner verschiedener Tierarten für die Knopfherstellung.
Aufmerksam werden die Erläuterungen zur Knopffabrikation verfolgt.
Vielfalt von Knöpfen, präsentiert in Vitrinen. 
Historische Knopf-Musterkarten.
Auch eine historische Setzerei mit den dazugehörigen 
Tiegeldruckmaschinen wurde vorgestellt. 
Der Hof Dolleschel - Alle Gebäude sind vor Jahrzehnten auf diesen Platz transloziert. Das Haupthaus stammt aus dem Jahr 1788.
Grootdör des Haupthauses.
Der Kammerfachgiebel
Schafstall/Scheune von 1704. Links Schafstall, rechts Längsdurchfahrt und Großviehstall.



Zweigeschossiger Speicher von 1660
Türriegel mit Inschrift
Tauband-Knaggen unter der Traufe
Eck-Knoten am Speicher
Im Obergeschoss bemalte Deckenbretter von 1662…
… und dekorativ bemalte Kopfbänder und Deckenbalken. 
Der Speicher wurde zeitweise als Kirche genutzt. 
Die Tagung klingt aus mit einem Essen im Gartenlokal.

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