26. September 2017

Herbsttreffen der IGB in Güstrow – ein Bericht in Bildern

Das Schloss Güstrow, eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke Norddeutschlands.
Jetzt Ende September fand das Herbsttreffen und die Jahreshauptversammlung der IGB (Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V.) in Mecklenburg in der Kleinen Stadt Güstrow statt.
Neben den jährlichen vorgeschriebenen Vereinsformalien ist dieses Treffen auch immer ein Zusammentreffen mit alten Bekannten und Freunden, aber auch Vorträge zur Baukultur der jeweiligen Region und die Besichtigungs-Exkursionen vermitteln immer wieder neue Erkenntnisse zur Baukultur der Region.
Organisiert wurde das Treffen von Imke Thielk aus Rostock und Christoff Röhm aus Güstrow, denen schon hier an dieser Stelle herzlich gedankt wird.
 
Die Wollhalle wurde als herzoglicher Pferdestall gebaut, 1817 erwarb die Stadt das Fachwerkgebäude zur Lagerung der in der Region produzierten Wolle.
Die IGB-Tagung startete nach den üblichen Begrüßungen mit einem Vortrag  in der Galerie der Wollhalle. 
Der Architekt Ulrich Bunnemann von der Schelfbauhütte Schwerin präsentierte in einem spannenden Vortrag die Arbeit des Unternehmens. Er sieht den Denkmalschutz nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung.
Aus der gesamten Republik sind die Teilnehmer zusammengekommen. 
Wein und Bier und Schmalzbrot begleitete die Wiedersehensfreude alter gemeinsamer Bekannter.
Das Güstrower Schloss im beleuchteten Dunst der Nacht.
Ca. 80 IGB-Mitglieder und Gäste trafen sich zur Vorstandswahl,  …
… zum Meinungsaustausch und auch zur kontroversen Diskussion.
Reichhaltiges Kuchenbuffet …
… und Kaffeepause im Garten des Gemeindehauses.
Mühlenstraße mit dem Derzschen Haus, links.
Das Haus gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt und wurde 1535 im Stil der Frührenaissance gebaut. Benannt ist es nach der Brauerfamilie Derz, die es 1907 erwarb.
Die beiden aufwendig gestalteten Staffelgiebel sind mit Blendenschmuck aus Kiel- und Rundbögen geschmückt.
Der rückseitige Giebel in seiner ganzen Pracht.
Das seitlich angebaute Trakt, hier Kemlade genannt – war nur noch in Fragmenten erhalten und wurde im durch die Bauspuren vorgegebenen Kubus, mit modernen Materialien ergänzt. Der ehemalige Dachstuhl ist mit Sparren angedeutet und bleibt offen über einer Dachterrasse.
Schmuck- und Formen-Detail aus dem Backsteingiebel
Die 5 Meter hohe Diele wurde mit der nötigen Sensibilität wiederhergestellt und vermittelt den ursprünglichen Raumeindruck.
Der Blick auf das verglaste große Tor.
Die IGB-Fachleute bestaunen die erhaltene Decke …
… mit den restaurierten Portraits honoriger Personen auf den Deckenbohlen.


Die Galerie im Obergeschoss aus modernen Elemente. 
Mittagspause im Hof des Derzschen Hauses.
Fertig saniertes ehemaliges Wohn- und Werkstattgebäude im Hinterhof. 
Gegenüber den Dreschen haus steht ein ähnliches, aber weniger aufwändiges Gebäude. 
Bald wird auch dieses Haus direkt nebenan restauriert.
Pferdemarkt 46 mit der Durchfahrt auf einen früheren Hof. 
Jugendstil am Marktplatz

Die Pfarrkirche St. Marien 
Norddeutsche Backsteingotik
1883 erhielt die Kirche ihre heutige Gestalt.






Mittelschiff mit Triumphkreuz und Kanzel.




Bürgerhäuser im Zentrum
Fachwerkhäuser im Domviertel
Der Güstrower Dom


Backsteingotik




typische Elemente der Backsteingotik
Langschiff mit Blick auf den Chor




spätgotischer Wandelaltar von 1495


Wandgrab von Herzog Ulrich mit seinen beiden Gemahlinnen Elisabeth von Dänemark und Anna von Pommern. Ulrich ist auch der Erbauer das Schlosses.
Das Torhaus zum Schloss Güstrow.
1558 wurde mit dem Bau des Schlosses auf einer älteren Anlage begonnen. 

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Der Blick auf den Wohntrakt des Schlosses.


Schornstein auf dem Schlossdach.


Die Decke in der Durchfahrt zum Schlosshof.


Detail des aufwändig verputzten Backsteinbaus.


Schmuckelemente der Loggia.


Schmuck zwischen den  Bögen der Loggia.
Ost- und Südflügel

Schornstein auf dem Südflügel
Familienfoto der IGBler vor dem Westflügel im Schloss Güstrow








Das Rathau. Hinter der klassizistischenFassade verbergen sich vier Gebäude aus dem beginnenden 16. Jh. 

Am Markt


Um den Markt befinden sich noch viele Bürgerhäuser mit Fassaden aus der Renaissance, dem Barock und Klassizismus.

Historische Fassade in sozialistischem Grau.
Fensterdetail
Fensterdetail an einem anderen Haus.
An vielen Häusern sind noch die originalen Türen ergalten …



Geführter Stadtrundgang nach vielen Sitzungsstunden.


Ein Geisterhaus – abgerissen, aber doch noch präsent.


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