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| Privilegientafel von 1723 über dem Eingang der "Neuen Apotheke" in Lemgo |
Am dritten Tag unserer Lemgo-Exkursion besichtigen wir die "Neue Apotheke", Mittelstraße 61 und das Museum Hexenbürgermeisterhaus, Breite Straße 19 in Lemgo. Beide Häuser wurden 1564 und 1568-71 von der reichen Kaufmannsfamilie Crüwell "in bester Lage" errichtet.
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| Das Vorderhaus der "Neuen Apotheke" wurde 1821 in klassizistischem Stil erneuert. Dahinter blieb das alte Renaissance-Bürgerhaus mit zwei Sälen, einer Scheune und einem Laboratorium erhalten. |
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| Pressstuck der Renaissance an der Decke des früheren Saales |
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| Mägdekammer oder -butze an der Küche |
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| Hof der Apotheke mit dem Laboratorium (links) sowie Saal-Hinterhaus und Scheune (rechts) |
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| Fenster des Laboratoriums mit Bleiverglasung und Windeisen, spätes 18. Jahrhundert |
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| Blick in das Laboratorium der Apotheke mit mehreren Laborherden |
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| Feuersicheres Kreuzgratgewölbe über dem Laboratorium |
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| "Schippenhespe" mit herzförmigen Durchbrechungen |
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| Vorratsschrank im Obergeschoss der Apotheke |
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| Blick von der seitlichen Utlucht in die Kramerstraße |
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| Dachboden der Scheune mit Blick auf zwei vermauerte Steinkreuzfenster des alten Saalbau-Rückgiebels |
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| Spitzständer-Dachwerk des Vorderhauses mit einem alten Lastenrad, über das Kaufmannswaren von der Diele auf den Dachboden befördert werden konnten. |
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| Getäfelte und bemalte "Paneelwand" im Dachgeschoss, vermutlich aus einer der Stuben im alten Vorderhaus der Apotheke |
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| Das "Hexenbürgermeisterhaus", Breite Straße 19 wurde 1568-71 von Christian Crüwell erbaut. Es ist eines der reichsten und besterhaltenen Bürgerhäuser der Renaissance in Norddeutschland. Seit 1926 beherbergt es das Städtische Museum, dessen Eingang sich heute im linken Nachbarhaus, dem Haus Weege, befindet. |
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| Die Fassade des "Hexenbürgermeisterhauses" von 1571 ist ein Meisterwerk des Manierismus (der Spätrenaissance) und wird dem Lemgoer Baumeister Hermann Wulff zugeschrieben. |
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| Torbogen mit bauzeitlicher Eingangstür. Renaissance von vergleichbarer Qualität findet man in Hameln oder in Görlitz. |
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| Obergeschoss-Brüstung der Utlucht mit Erbauerwappen von Christian Crüwell und Lisbeth Fürstenau |
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| Blick in die Diele des "Hexenbürgermeisterhauses". Der stöckig verzimmerte Stubeneinbau entstand um 1665 bei einem Umbau durch den "Hexenbürgermeister" Hermann Cothmann. Die Treppe rechts wurde vor 100 Jahren beim Umbau zum Heimatmuseum hinzugefügt. Vorher bestand hier eine Wendeltreppe als vertikale Erschließung. |
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| Blick in die Diele des "Hexenbürgermeisterhauses" |
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Der rückwärtige Saal mit bauzeitlichem Fußboden aus Backsteinen und Ziegelplatten. Der Saalkamin ist 1568 datiert. |
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| Ausstellungsraum im Speicherstock des Museums Hexenbürgermeisterhaus |
Am späten Nachmittag besuchen wir
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| Besuch bei Friedrich Arning in Brüntorf nördlich von Lemgo. Das kleine Haus diente früher als Backspeicher und "Leibzucht" (Altenteilerhaus), es ist heute vermietet. |
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| Gemeinsam mit Frau Castrup von der Lippischen Landeszeitung bestaunen wir das Wohnhaus von Friedrich Arning... |
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| ...ein lippisches Zweiständerhaus wie aus dem Bilderbuch. Es wurde 1574-76 (d) erbaut. |
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| Die Giebelverbretterung mit x-förmigen Eulenlöchern hat Friedrich Arning erst vor kurzem mit breiten Eichendielen erneuert. |
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| Eindrucksvoll sind die tief gekehlten und mit Taubändern profilierten Knaggen, die die Giebelvorkragung abstützen. |
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| Ansicht des Hauses von der Feldseite. Die linke Abseite mit dem Pferdestall wurde im 18. Jahrhundert verbreitert; rechts vom Einfahrtstor wurde ein Ziegen- und Schweinestall vorgebaut. |
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| Knagge am Torbogen mit messerscharf geschnittenem Tauband- und Kerbschnittdekor |
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| Blick in die Diele mit den mächtigen Deckenbalken des Zweiständerhauses, ca. 35 x 45 cm breitkant |
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| Heinrich Stiewe erläutert seine Bauaufnahme von 1992 |
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Einladung zum Tee bei Friedrich Arning |
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| Blick in die Neue Torstraße in Lemgo. Das Fachwerkgiebelhaus rechts wurde 1661 von Henrich Rullmann, einem der Lemgoer "Hexendeputierten" erbaut. Heute beherbergt es ein italienisches Restaurant, wo wir zu Abend gegessen haben. |
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| Lippische Landes-Zeitung vom 9. April 2026 |
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