30. September 2018

Die älteste Hofstelle Westfalens

Romantisch spiegelt sich der Kammerfachgiebel 
im Wasser der wiederhergestellten Gräfte.

Im September trafen sich die Außen-und Kontaktstellen der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. aus der gesamten Republik in Lüdinghausen, im Kernmünsterland.
Gastgeber und Organisatoren waren Karin und Johannes Busch und weitere Helfer in dieser Region.
Treffen am Freitag nachmittag war der Hof Grube, der Familie Busch, die auch Hof und Haus den IGBlern vorstellten - nach Lobreden von Bürgermeister und Landrat.

Im Jahr 2003 war die gesamte Hofanlage zum Abriss freigegeben. 2008 entschieden sich Johannes und Karin Busch - die bereites einen fertig restaurierten Bauernhof besaßen - diese marode Hofstelle zu übernehmen. Mit großem persönlichen und auch finanziellen Einsatz und mit Einsatz der zuständigen (Denkmal)Behörden und Zuschussgebern wurden alle Zutaten der vergangenen Jahrzehnte entfernt und die relevanten Bauteile aus den letzetn 500 Jahren behutsam  und substanzgerecht restauriert. Resultat ist eine wiedererstandene Hofanlage mit historischem Bauernhaus und Speicher, das auch modernen Wohnansprüchen gerecht wird.

Der Tagungssamstag und Sonntag gehörte dem Austausch der IGBler und den formalen Vereinsregularien und der Sonntag einer interessanten Exkursion zu bedrohten Bauernhäusern in der Region in Bechtrup und Dülmen.

Die folgenden Fotos zeigen die Eindrücke dieses spannenden Wochenendes.
Backsteingiebel von 1925 … 
… mit klassizistischen Formen …
… der Rest des Hauses ist Fachwerk …
… aus verschiedenen Zeiten – sieht man an den beiden unterschiedlichen Streben 
Das wiederhergestellte Flett mit Kamin von 1789 und der großen Rauchschürze von 1860.
Diele mit Blick auf die sehr frühe Scherwand …
… und in die andere Richtung auf die Grootdör
Die linke Ständerreihe von 1517
Die nach Befund rekonstruierten Giebelständer von 1517
Der mittlere Deckenbalken von 1360
Begrüßung der am Freitag angereisten IGBler
Der Wohnteil – 2 x verlängert – mit der großzügigen Befensterung
Johannes Busch erklärt sein Haus.

Nach Befund wiederhergestellte Lehmausfachung mit Ziegelsteinbemalung
die interessierten IGBler
Speicher vom 1823
Der Wohngiebel in der Morgensonne, links der Speicher
Fenstervielfalt im Wohngiebel.
Das verbretterte Giebldreieck mit der hier üblichen Schmuckkante
Der Speicher von 1823
… der Speicher in der nach dem Urkataster wiederhergestellten Gräfte
Die abgängige Speicherwand wurde durch einen befensterten modernen Brettergiebel ersetzt.
Zwischen dem Bauernhaus und dem langgestreckten Stallgebäude wird demnächst eine lange Querdurchfahrtscheune mit Wagenremise wiederhergestellt.

Die Borgmühle in Lüdinghausen, gegründet 1406


dekoratives Wasserrad
Sandsteineinfassungen im Portal und Fenster
jüngerer aufgesetztes Fachwerkobergeschoss

Burg Lüdinghausen


altes Amtshaus 1569


Burg Lüdinghausen




weiterführende Informationen hier
Kirche in Lüdinghausen
Felizitaskirche 
spätgotische Hallenkirche
das sechsteilige Westfenster




Taufstein romanisch, rund,
mit Blattfries, 2. Hälfte 13. Jh
Besichtigung im Kirchturm
Das Uhrwerk der Turmuhr
Gewölbe von oben mit den Gewölberippen


im Dachwerk
… von 1875
alte Lastenwinde
auf einen Holzständer gemalte Figur


achteckiges Turm-Dachwerk


Galerie-Balustrade mit Fialenschmuck
Langdach mit spitzem Turmreiter und Blick auf Lüdinghausen

Das Armenhaus

Das Hakehaus, 1672 als Armenhaus gebaut 
originale Tür 






Der Marktplatz im Regen

Die Sonntagsexkursion


Besuch dieses ehemals bedeutenden Hofes – die Fotos sprechen für sich …



















Stallgebäude mit "Einliegerwohnung"









Hofwerkstatt im Speicher
Das Jugendzimmer im Wohnhaus



Hofanlage in Dülmen


Die Scheune flankiert die Hofzufahrt

Die Eigentümer wohnen im neuen Haus
Das große Bauernhaus präsentiert sich in einem ursprünglichen, unzerstörten Zustand
Diese Haus dient des öfteren als Filmkulisse.























Eine unbewohnte Hofanlage




Nummer 3 in der Düsselaufnahme…
… und im Schlusstein




echtes Fenster und rechts ein Scheinfenster (aufgemalt)

sanierte Scheune auf diesem Hof

Das letzte Objekt des Exkursionstages



Werkstattdeko auf der Diele
Der Hausbesitzer erhält eine kleine Aufmerksamkeit von der IGB-Geschäftsführerin

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