30. Mai 2010

Alresford countryside

Wir treffen uns mittags mit dem Hausforscher und Buchautor Edward Roberts, einem excellenten Kenner der Hauslandschaft in Hampshire, der uns auch führen wird. 3 Objekte (a Cruck-House von 1448, a Lobby-Entry-House von 1608 and a Fine-Lobby-Entry-House ca. 1600) stehen auf dem Programm dieser  Nachmittags-Exkursion in Tichborne - alles typische Wohnhäuser, eines mit Innenbesichtigung.

Einweisung von Edward Roberts in die regionale Baukultur
"Cruck-House"-Besichtigung außen und innen
"Fine-Lobby-Entry-House"

29. Mai 2010

Salisbury Cathedral...

... ist die bedeutendste Kathedrale mit dem höchstem Turm (123 m) in England. Bekommen eine Führung in die zahlreichen mittelalterlichen Dachwerke - älteste Datierung eines von mehreren Dachwerken: 1222 - sehr beeindruckend.



Chichester Kathedrale

Nach dem Museumsbesuch noch schnell in die Kathedrale (Baubeginn 1076) in Chichester - wo wir schon 'mal hier sind. Direkt nebenan in einer zum Lokal umgenutzten neugotischen Kirche gibt's Abendessen, Fish & Ships und Irish Stew und ein Frischgezapftes.

Chichester Cathedral
Abendessen in der zum Restaurant umgenutzten Kirche

28. Mai 2010

Weald and Downlandmuseum

Nach unserem kräftigen Full English Breakfast haben wir einen Termin um 10 Uhr im Weald-and-Downland-Museum bei Chichester/West Sussex, mit dem Leiter Richard Harris und seiner netten Mitarbeiterin Lucy. Nach einer ausführlichen Einführung in der futuristisch anmutenden, preisgekrönten Werkhalle geht's ins Museumselände - bis 16 Uhr. Mehr als 40 wiedererrichtete ländliche Gebäude sind hier zu besichtigen. 
Am Ende unseres Besuches in einem der wichtigsten Open Air Museen Englands, überreichen wir unserem Gastgeber Richard Harris einige mitgebrachte Bücher, u.a. unsere "Hausforscher unterwegs"-Bildbände.
Full English Breakfast
Begrüßung durch den Museumsleiter Richard Harris
typische englische Häuser aus dem Mittelalter

Zum Abschied ein paar Bücher unserer Baukultur

26. Mai 2010

"The Swan"

Um 19 Uhr engl. Zeit erreichen wir nach 200 km ungewohntem Linksfahren unser kleines typisch englisches Hotel "The Swan", erbaut 1689, in der Kleinstadt Alresford/Hampshire.
The Swan
Reisen macht hungrig: "Pie with Steakstückchen in Ale" und ein großes Bier der Marke London - das isses...

Über den Kanal …

Die Kreidefelsen von Dover tauchen am Horizont auf. Für den kleinen Hunger zwischendurch einen Kaffee und ein Schokomuffin.
Schokomuffin und Kaffee
England in Sicht

Kurzer Stop in Veurne, Belgien

Wir sind gut in der Zeit und schauen uns ein Stündchen in der mittelalterlichen westbelgischen Kleinstadt Veurne um. Zwei Kirchen außen und innen, ein Marktplatz mit mittelalterlichen Häusern digitalisiert und ein Stück Käse auf die Hand - das muß reichen. Kaffee gibt's in zwei Stunden auf der Fähre.

Gartenkultur und Reiseplan

Dieser typisch holländische Garten unseres Quartiers in der Nähe von Utrecht begrüßt uns heute morgen. Auf dem Plan stehen die Fahrt bis Calais, die Überfahrt mit der Fähre nach Dover und dann nur noch 200 km bis nach Alresford, unserem ersten Quartier in England.

Führung durch Utrecht/NL

Bis Utrecht in den Niederlanden ist es nicht weit und schon um 18 Uhr werden wir von dem Bauforscher Jan van der Hoeve durch die St. Peter-Kirche, aus romanischer Zeit, geweiht 1048, geführt und erhalten anschließend eine Führung zur Geschichte der Stadt Utrecht. Das ist die richtige Einstimmung für den Start unserer Reise.

Die reisenden Hausforscher


Schon seit 5 Reisen ein Team: Heinrich S., Volker G., Erhard P., Bernd K., Heinz R. und Haio Z. Wir reisen in einem VW-Bus Multivan - das ideale Gefährt(e) für unsere Touren.

22. März 2010

Bauernhäuser aus dem Dreißigjährigen Krieg und Viehaufstallung

Cohrs Hof mit Blick auf den Wirtschaftsgiebel von 1640
Wolfgang Dörfler und Heinrich Stiewe, IGB

Bericht von der Hausforschertagung in Verden 2010
Das riesige Dachwerk des Verdener Domes und sechs nicht weniger eindrucksvolle Bauernhäuser aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges waren Exkursionsziele der 22. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Haus- und Gefügeforschung in Nordwestdeutschland in der IGB, die vom 19. bis 21. März 2010 in Verden/Aller stattfand; außerdem gab es interessante Vorträge zu Fragen der Viehaufstallung und „freien Themen“. Der Bundesvorsitzende der IGB, Dietrich Maschmeyer, begrüßte die anwesenden Teilnehmer; Heinrich Stiewe überbrachte Grüße vom Vorstand des Arbeitskreises für Hausforschung (AHF), dem die Arbeitsgemeinschaft als „Regionalgruppe Nordwest“ angehört. Mit knapp 100 Teilnehmern war die Tagung sehr gut besucht, allerdings war damit auch die Höchstgrenze in dem von uns gesteckten Rahmen erreicht.

23. März 2009

Schmuckformen im ländlichen Bauen

21. Jahrestreffen des Nordwestdeutschen Arbeitskreises für Haus- und Gefügeforschung in Hitzacker im Wendland
Stadtrundgang in Hitzacker, für die am Freitag Nachmittag angekommenen Tagungsteilnehmer

7. April 2008

Hallenhaus, Heimatstil und Hakenkreuz

Wiederaufbau-Bauernhof von 1947
Ländliches Bauen im Nordwesten zwischen 1920 und 1950


Bericht über das 20. Treffen der AG Haus- und Gefügeforschung in Arnheim (Niederlande, 4. - 6. April 2008

Heinrich Stiewe, IGB

Mit ihrem 20. Treffen, das vom 4. bis 6. April 2008 im Freilichtmuseum Arnheim in den Niederlanden stattfand, betrat die „Arbeitsgemeinschaft für Haus- und Gefügeforschung in Nordwestdeutschland“ in der IGB, zugleich Regionalgruppe Nordwest des Arbeitskreises für Hausforschung (AHF), gleich in zweifacher Hinsicht Neuland: Es war die erste Tagung, die im benachbarten Ausland stattfand und zum ersten Mal wurde dezidiert das ländliche Bauen des 20. Jahrhunderts, mit deutlichem Schwerpunkt auf der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland bzw. der deutschen Besetzung in den Niederlanden, in den Blick genommen. Zu danken ist dem fünfköpfigen Tagungsteam, namentlich Sophie Elpers und Thomas Spohn, für die konzeptionelle Vorbereitung und die vorzügliche Organisation vor Ort sowie dem Niederländischen Freilichtmuseum Arnheim für seine Gastfreundschaft.

19. März 2007

Von Krugwirten und Leinenhändlern

Bericht über die 19. Tagung der AG Haus- und Gefügeforschung im LWL-Freilichtmuseum Detmold, 16. - 18. März 2007


Trotz der nur kurzen Vorbereitungszeit von fünf Monaten ist es Heinrich Stiewe gelungen, im Freilichtmuseum Detmold eine wohlorganisierte Tagung mit einem umfangreichen Programm auf den Weg zu bringen, die mit knapp 90 Teilnehmern zudem noch gutbesucht war. Hatte ich auch zunächst Zweifelwegen des Termins vor der Frühjahrsöffnungdes Museums, so war doch das noch winterlich-stille Museum ohne Besucherverkehr einbesonderes Erlebnis, und das neue Museumsrestaurant „Im Weißen Ross” (Haus aus Obermarsberg mit zwei Utluchten von 1698) mit dem angeschlossenen Tagungsssaal im„Hof Kuhlmeier”, einem eindrucksvollen lippischen Flettdielenhaus von 1559 (d) konnten wir so exklusiv nutzen. Die Führung von Dr. Heinrich Stiewe und Dr. Hubertus Michels zu ausgewählten Bauten des Museums (Lippischer Meierhof von 1570, Branntweinbrennerhaus Stahl aus Gütersloh von 1731 und das im Aufbau befindliche Haus der jüdischen Familie Uhlmann aus Höxter-Ovenhausen von 1805) war exzellent und bot selbst regelmäßigen Besuchern des Freilichtmuseums unter uns neue Informationen. Der Freitag klang mit einer geselligen „Abendsitzung” im Restaurant „Schlosswache” in Detmold aus.

6. November 2006

Ländliche Haus­forschung 25 Jahre nach Gerhard Eitzen

Das Flett des Brümmerhofes im Museumsdorf Hösseringen
Bericht über das „Eitzen-Symposium” (18. Tagung der AG Haus- und Gefügeforschung) im Museumsdorf Hösseringen und in Suderburg, 3.-5. November 2006

Wolfgang Dörfler und Heinrich Stiewe

Eine Ausstellung zum Lebenswerk des Hausforschers Gerhard Eitzen im Museumsdorf Hösserigen und das Erscheinen eines umfangreichen Sammelbandes mit dem Nachdruck seiner sämtlichen Aufsätze waren Anlässe, zu einem zusätzlichen Treffen der ­Arbeitsgemeinschaft Haus- und Gefügeforschung im Herbst 2006 einzuladen. Trotz der relativ kurzfristigen Einladung fanden sich knapp 90 Teilnehmer ein, um sich zur Arbeitsweise Eitzens und zum Stand der Hausforschung in verschiedenen Regionen Deutschlands auszutauschen. Diese gute Beteiligung bestätigten das große Interesse an unserer Arbeitsgemeinschaft innerhalb der IGB und das Ansehen, das diese als Regionalgruppe des Arbeitskreises für Hausforschung (AHF) mittlerweile in Fachkreisen genießt. So konnten wir den im Juni neu gewählten Vorsitzenden des AHF, Prof. Dr. Michael Goer (Landeskonservator für Bau- und Kunstdenkmalpflege Baden Württemberg, Esslingen) und den Bundesvorsitzenden der IGB, Dr. Dietrich Maschmeyer, zusammen mit mehreren Vorstandsmitgliedern beider Organisationen unter den Teilnehmern begrüßen.

27. März 2006

Landwirtschaftliche Wirtschaftsbauten

Diskussionsbedarf in der Scheune im Museum bederkesa
Bericht über die 17. Tagung der AG Haus- und Gefügeforschung
vom 24. - 26. März 2006 in Bad Bederkesa

Die 17. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Haus- und Gefügeforschung in Nordwestdeutschland war von Prof. Dr. W. Haio Zimmermann (Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung, Wilhelmshaven) bewundernswert reibungslos organisiert worden. Dr. Ulrich Klages und Dr. Wolfgang Dörfler (IGB Rotenburg und Harburg) hatten bei der Zusammenstellung des Programms und der Exkursionsplanung geholfen. Der Tagungsort, die evangelische Heimvolkshochschule in Bad Bederkasa, bot ideale Bedingungen für den Vortragstag und die Unterbringung der Teilnehmer, deren Zahl allerdings auf 90 begrenzt werden mußte. Das Vorprogramm am Freitag bestand aus der Besichtigung eines ungewöhnlichen Ankerbalkengefüges im Ort Bederkesa und dem dortigen Handwerkermuseum der Kreishandwerkerschaft des Landkreises Cuxhaven. Am Abend führten zwei Vorträge in die Region ein: Hermann Claussen referierte anhand seiner in Jahrzehnten gesammelten historischen Fotos über die Entwicklung der Höfe und Brinksitzerstellen des Dorfes Köhlen (Lk. Cuxhaven), das auf der Exkursion am Samstag besucht wurde. Ulrich Klages führte unter dem Titel „Gabelständer, Luchtständer, sparrentragendes Unterrähm und das inselhafte Vorkommen des Ankerbalkens” in die gefügekundliche Besonderheiten der Tagungsregion ein. Der Abend klang mit einem intensiven Meinungsaustausch in den Räumen der Heimvolkshochschule aus.

21. März 2005

Zur Geschichte nicht landwirtschaftlich genutzter Gebäude auf dem Lande

Havelberg, am Zusammenfluß von Havel und Elbe gelegen, war im März der Austragungsort der Tagung der Haus- und Gefügeforscher.
Die Stadt liegt in einer Havelschleife im Schutz des Dombergs. 

16. Tagung der AG Haus- und Gefügeforschung in Havelberg am 19. und 20. März 2005


Die mittelalterliche Bischofsstadt Havelberg, östlich der Elbe nahe der Mündung der Havel im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt gelegen, aber historisch zur Mark Brandenburg gehörig, war der Tagungsort des diesjährigen Treffens der IGB-Arbeitsgemeinschaft für Haus- und Gefügeforschung in Nordwestdeutschland, die zugleich als Regionalgruppe dem Arbeitskreis für Hausforschung (AHF) angeschlossen ist. Hans-Jürgen Rach (Berlin) und Peter Natuschke (Freilichtmuseum Altranft), die dankenswerterweise die Vorbereitung übernommen hatten, war es gelungen ,ein ebenso vielfältiges wie attraktives Vortrags- und Exkursionsprogramm zusammenzustellen.

12. Juli 2004

Auf den Spuren der ältesten noch stehenden Holzarchitektur Europas

Familienfoto mit den Reisenden: Ulrich Klages, Erhard Pressler, Bernd Kunze, Heinz Riepshoff und Volker Gläntzer, vor der schönsten und ältesten erhaltenen Stabkirche in Urnes, die wir p. Bootstaxi erreichten.
Wenn man jahrelang norddeutsche Bauernhäuser erforscht, möchte man auch einmal etwas anderes sehen und so hatte Heinz schon 2004 die Idee, einmal die ältesten noch stehenden Holzbauten in Norwegen zu besuchen.
Schnell waren vier Mitreisende gefunden und Anfang Juni 2004 machten wir uns für zehn Tage auf den Weg zu den norwegischen Stabkirchen und anderen alten Gebäuden, die uns hoffentlich begegnen würden.

22. März 2004

Wandernde Häuser und fliegende Bauten

die Wasserburg Lüdinghausen

Translozierung von Gebäuden aus historischer Sicht.

15. Tagung der AG Haus- und Gefügeforschung in Lüdinghausen (Münsterland) am 20. und 21. März 2004. 

Heinrich Stiewe, IGB, Blomberg

Daß die Translozierung von Gebäuden – also ihre Versetzung an einen anderen Standort – nicht nur ein aktuelles Problem der IGB oder der Denkmalpflege ist, sondern auch in früheren Jahrhunderten häufig praktiziert wurde, zeigten die 17 Vorträge der 15. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Haus- und Gefügeforschung in der IGB (zugleich Regionalgruppe Nordwestdeutschland des Arbeitskreises für Hausforschung) am 20. März 2004 auf eindrucksvolle Weise. Die qualitätvoll restaurierten Räume der Renaissance-Burg Lüdinghausen boten einen stimmungsvollen Rahmen für die von Johannes Busch und Dietrich Maschmeyer glänzend vorbereitete Veranstaltung. Der folgende Exkursionstag gab wie üblich Gelegenheit, den ländlichen Baubestand des Münsterlandes als gastgebende Region kennen zu lernen. Vom stattlichen Gräftenhof bis zum Kotten wurden Beispiele unterschiedlicher Sozialschichten gezeigt; Höhepunkte waren ein spätgotischer Steinspeicher des 16. Jahrhunderts und die mittelalterliche Wasserburg Vischering, die schon am Anreisetag ausgiebig besichtigt worden war. Mit mehreren ungenutzten und dem Verfall preisgegebenen Hofanlagen wurden den Teilnehmern aber auch die immensen Probleme der Denkmalpflege im vom Strukturwandel betroffenen ländlichen Raum vor Augen geführt.

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