20. März 2013

„Hausbau in Etappen – Bauphasen des niederdeutschen Hallenhauses“

Dorfidylle in Soest-Hattrop
25. Jahrestagung 
des Arbeitskreises für ländliche Hausforschung in Nordwestdeutschland
vom 15. bis 17. März 2013 

im „Landwirtschaftszentrum Haus Düsse“ der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bad Sassendorf-Ostinghausen (Soester Börde)

Die diesjährige Tagung fand in der Soester Börde und zwar im „Landwirtschaftszentrum Haus Düsse“ der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bad Sassendorf-Ostinghausen statt, das uns Unterkunft und Verpflegung, Räume für Vorträge und Geselligkeit zur Verügung stellte.

10. März 2013

Kluki (Klucken) das Dorf der Slowinzen

Im Museum in Kluki
Im heutigen Polen, im Norden der pommerschen Landschaft, etwas abseits am Ufer des Leba-Sees, liegt das kleine regionale Museum der Slowinzen im Dorf Kluki (deutsch: Klucken). Die Slowinzen waren eine eigene Volksgruppe der Kaschuben, mit eigener Sprache und Kultur. Sie waren Fischer und betrieben nebenbei die Landwirtschaft.

5. März 2013

Das Siebenbürgenbuch …

… ist jetzt im Druck...


Ja liebe Freundinnen und Freunde der Baukultur - in ein paar Tagen liegt das neue "HAUSFORSCHER-unterwegs"-Buch auf dem Tisch. Einige Wochen Arbeit stecken in diesem fünften Bildband der reisenden Hausforscher. Auf 150 Seiten präsentieren wir die vielfältige siebenbürgische Hauslandschaft und die berühmten einmaligen Kirchenburgen. Die neue Zeit hat auch in den ländlichen Gegenden Siebenbürgens begonnen und mit immer schnelleren Schritten wird sich hier viel verändern.
Restaurierte Gebäude sind in diesem Bildband ebenso dokumentiert wie die "Ästhetik" des unaufhaltbaren Verfalls. Fast in der letzten Minute einer noch anderen Zeit haben die Kameras beeindruckende Fotos eingefangen, von denen hier 780 veröffentlicht werden.
So ist ein Führer zu den vorletzten Zeugen der historischen Baukultur entstanden, der aber auch als Reiseführer durch dieses den meisten unbekannte Siebenbürgen benutzt werden kann.

26. Februar 2013

Historischer Wetter- und Brandschutz am Fachwerkbau


Bericht über die 24. Tagung des Arbeitskreises für ländliche Hausforschung in Nordwestdeutschland vom 20. bis 22. April 2012 in Clausthal-Zellerfeld (Oberharz)

Erstes Treffen am Freitag Nachmittag vor dem Hotel "Goldene Krone" in Clausthal. Der seit 1690 bestehende Gasthof wurde bei den Stadtbränden von 1725 und 1844 zerstört. Der heutige klassizistische Bau mit typischem "Harzer Holzbeschlag" und Schiebefenstern entstand nach 1844 und wurde 1992 restauriert.
Obwohl unsere nordwestdeutschen Hausforschertreffen traditionell in der „laubfreien“ Zeit des Vorfrühlings stattfinden, um die Gebäude besser sehen und fotografieren zu können, hatten wir uns 2012 auf Anraten unserer Tagungsleiterin Anja Schmid-Engbrodt für einen späten Termin im April entschieden, um dem spät-winterlichen „Reizklima“ des Oberharzes etwas aus dem Weg zu gehen. Das Wetter war dennoch so kalt, dass den 82 Teilnehmern Wärmedämmung und Wetterschutz als Tagungsthema absolut nachvollziehbar erscheinen musste - ganz unabhängig von aktuellen Bezügen. Vielfältige Formen von Dach- und Wandverkleidungen aus Holzschindeln oder Schiefer und der "Harzer Hausbeschlag", eine seit Anfang des 19. Jahrhunderts verbreitete Verkleidung aus horizontalen Holzbohlen, die oft quader-imitierende Nuten aufweisen, prägen bis heute die Ortsbilder im Oberharz.

23. Dezember 2012

Ein Hausforscher in New York - Teil 4

Highline Park und andere Highlights...

Es gäbe noch vieles zu berichten, doch will ich versuchen, einige Eindrücke aus NYC abschließend zusammenzufassen: Ziemlich verregnet war der Gang durch Financial District mit Wall Street und 9/11 Memorial, der Gedenkstätte für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. Im Battery Park haben wir die Eichhörnchen gefüttert und starteten zu einer einer etwas nebligen Rundfahrt vorbei an Ellis Island und der Freiheitsstatue...
Beeindruckend: Blick vom Empire State Building
Bauliche Highlights waren immer wieder die weltberühmten Wolkenkratzer New Yorks: Woolworth Building, Chrysler Building und last, but not least Empire State Building, bis 1972 das höchste Gebäude der Welt mit einer grandiosen Aussicht über ganz Manhattan und weit darüber hinaus.

21. Dezember 2012

Ein Hausforscher in New York - Teil 3

Picasso, Dinosaurier und Kreuzgänge - Museen in NYC

New York besitzt großartige Museen, die man gesehen haben sollte - ohne jemals alles sehen zu können. Das entspannteste Museum für Rollstuhlfahrer ist Guggenheim Museum in dem berühmten Bau von Frank Lloyd Wright: Man fährt mit dem Aufzug in den sechsten Stock und rollt ganz gemütlich die spiralförmigen Rampen der Rotunde hinunter und lässt die Bilder an sich vorbeiziehen - in unserem Fall eine schöne Ausstellung mit Schwarz-Weiß-Bildern von Picasso.
Wallfahrtsort für Kunstfreunde: Guggenheim Museum,
erbaut 1959 von Frank Lloyd Wright
Was die New Yorker Museen für Hausforscher zu bieten haben, sei im Folgenden berichtet.

20. Dezember 2012

Ein Hausforscher in New York - Teil 2

Durch SoHo und Chinatown nach Brooklyn

In den ersten Tagen, bei noch gutem Wetter, sind wir kreuz und quer durch Manhattan gelaufen, bzw. ich bin mit dem Rollstuhl gefahren. Später haben wir auch Taxen (yellow cabs) und die Subway genutzt, was in NYC recht gut funktioniert. Etwa jede dritte bis vierte Metro-Station ist mit einem Aufzug erreichbar. Die Züge sind dann ohne Probleme mit dem Rollstuhl befahrbar.

Madison Square, links NY Life Insurance Building (Cass Gilbert, 1928), rechts der 210 m hohe Metropolitan Life Insurance Tower (1909), der an den Campanile von San Marco in Venedig erinnert.
Von unserem Hotel an der West 34th Street war es nicht weit zu Macy's Department Store und zum Empire State Building, das wir aber erst später zusammen mit Jan besuchen wollten. Wir folgten dem Broadway, der das gitterförmige Straßenraster (grid) der Stadt schräg durchschneidet, in Richtung Süden. Mehrere markante Wolkenkratzer stehen am Madison Square, darunter das bekannte Flatiron Building von 1902.

19. Dezember 2012

Ein Hausforscher in New York - Teil 1

"Was willst Du denn in New York? Da gibt es doch kein Fachwerk - ist das denn für einen Hausforscher interessant?" fragte mich ein Bekannter, als ich von unseren Reiseplänen erzählte. Tatsächlich hat diese Stadt für baugeschichtlich Interessierte unendlich viel zu bieten.

Skyline von Midtown Manhattan von Brooklyn Bridge aus, im Hintergrund Empire State Building (Mitte) und Manhattan Bridge (rechts)
New York City ist absolut faszinierend - damit erzähle ich jedem, der schon einmal dort war, nichts Neues. Atemberaubend ist der bekannte Blick auf die Skyline von Manhattan, insbesondere von Brooklyn Bridge oder Central Park aus, spannend sind die Gegensätze zwischen gigantischen Hochhäusern und alten, viergeschossigen Backsteinbauten mit eisernen Feuertreppen. Es gibt Wolkenkratzer in allen Stilformen - von Neugotik, -renaissance und Spätklassizisums bis zur Moderne. Bis heute stadtbildprägend sind die Bauten im Art Deco-Stil der 1920er und 1930er Jahre - und Fachwerk haben wir schließlich auch entdeckt, dazu später...

7. November 2012

Pyramiden sind Bauernhäuser!

Seit vielen Jahren wird von einigen "Hausforschern?" immer wieder mal behauptet - ohne das wirklich beweisen zu können - dass die Bauernhäuser von den Pyramiden abstammen. Auf den ersten Blick kann man das natürlich glauben, wenn man die Dächer der Haubarge auf Eiderstedt, die "Zuckerhüte" auf Rügen, die Schwedenhäuser in Nürnberg oder die Häuser mit ihren pyramidenförmigen Dächern in anderen europäischen Hauslandschaften betrachtet.
Aber Falsch!! Genau das Gegenteil ist der Fall - die Pyramiden stammen von den Bauernhäusern ab! Glaubt ihr nicht?
Hier ist der Beweis:

21. Oktober 2012

"Das sächsische Bauernhaus in Siebenbürgen - Was wie machen an alten Häusern?" – Der!! Ratgeber und Leitfaden für Althaussanierer und -restaurierer


Endlich gibt es ein Buch auf dem Markt, das Leuten mit alten Häusern Hilfe für nahezu jedes bauliche Problem in Theorie und Praxis aufzeigt. Der Bremer Architekt und IGBler Jan Hülsemann hat mit seinem Buch „Das sächsische Bauernhaus in Siebenbürgen“ ein inhaltlich einmaliges und optisch ansprechendes Werk geschaffen. Logisch strukturiert zeigt er die Probleme, die baulich an alten Häusern auftreten können. Anschließend vermittelt er mithilfe vieler Skizzen, Fotos und auch für Laien gut verständlicher Texte das Handwerkzeug zum Erhalt von Altbaubeständen.

30. September 2012

Die Heidenhofer Kapelle - ältester erhaltener Sakralbau Mitteleuropas

Die Heidenhofer Kapelle im Heidepark Soltau
Mitten im Heidepark Soltau - das ist die Vergnügungsstätte mit Achterbahn, Karussels, Fastfood, Lärm und Hektik, findet sich ein Platz der Ruhe und Andacht. Eine kleine Kapelle, vollkommen aus Holz gebaut, mit einem steilen Dach und einer Anmutung aus einer anderen Zeit. Es ist die älteste und einzige Holzkirche Deutschlands, die man nicht rekonstruieren, sondern nur ergänzen mußte.

23. September 2012

Hausforscher unterwegs … zu Besuch bei Kollegen in Nordfriesland

Der Rote Haubarg - Blick in den Vierkant
Spannende Eindrücke von der Hauslandschaft der Halbinsel Eiderstedt an der Westküste Schleswig-Holsteins vermittelte eine Arbeitstagung des Arbeitskreises ‚Handbuch Eiderstedter Haubarge‘ vom 15. bis 16. September, zu der Gerd Kühnast und Hans-Georg Hostrup von der IG Baupflege Nordfriesland und Dithmarschen und Hauke Koopmann vom Heimatbund Landschaft Eiderstedt eingeladen hatten.
Haus- und Geschichtsforscher aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und den Niederlanden diskutierten im Roten Haubarg im Witzworter Adolfskoog nahe Husum Stand und Aufgaben der Haubargforschung. 

22. September 2012

Village des Bories - das Dorf der Steinhütten

Eingangsbereich ins Freilichtmuseum "Le Village des Bories" nahe Gordes im Departement Vaucluse. Vorne rechts ein jüngeres Haus, hier ist die Museumszentrale.
Im Departement Vaucluse in der Provence in Südfrankreich gibt es ein Museum , das wohl einmalig auf der Welt ist. Nur einen Steinwurf von dem auf einem Berg liegenden Dorf Gordes entfernt liegt etwas abseits das Museumsdorf der Bories. So wird die grösste Gruppe der mörtellosen Steinbauten genannt, gebaut nur aus den auf den Feldern gefundenen Steinen, aufgeschichtet zu Häusern.

11. September 2012

… noch eine Wikingerburg – in Aggersborg, Dänemark

Die Wikingerburg (Königshof) Aggersborg am Limfjord in Nordjütland.
(Panorambild in separatem Fenster öffnen)
An der dänischen Westküste, 5 km landeinwärts am nördlichen Ufer des Limfjords liegt die größte der vier dänischen Wikingerburgen in Dänemark  – Aggersborg. Mit 240 m Durchmesser beherbergte die Anlage 48 der großen Häuser vom Typ Trelleborg, wie sie auch in Fyrkat nachgewiesen sind.

31. August 2012

Die größten Bauernhäuser der Welt

Vierkant-Konstruktion im Roten Haubarg
Der Rote Haubarg in Eiderstedt
Schleswig-Holstein ist das Transitland auf dem Weg nach Skandinavien und das auf der Autobahn. Dabei hat das nördlichste Bundesland eine Menge zu bieten an Haus-, Kultur- und Naturlandschaft. Da muß man nur einmal an der Westküste die Halbinsel Eiderstedt besuchen.

17. Juli 2012

Fragen über Fragen – ein Sommerrätsel.

Die rätselhaften Datierungen in Siebenbürgen

Expedition unterm Kirchendach
Vier Wochen ist es her, seit unserer Rückkehr aus Siebenbürgen. In dieser Zeit wurden mehr als 200 Dendroproben ausgewertet und mit Daten und Informationen aus Archiven, Veröffentlichungen und vorhandenen inschriftlichen Datierungen abgeglichen und müssen letztenendes richtig interpretiert werden.

16. Juni 2012

Die Puszta: Unendliche Weiten… Rückreise durch die ungarische Tiefebene

Unendliche Weiten: Unterwegs in der Puszta
Heute ist Rückreisetag: Aufstehen um halb 7, frühstücken und Gepäck verstauen - und Abfahrt um 8.30 Uhr. Die schöne spätgotische Kathedrale in unserem letzten Quartier Klausenburg (Cluj Napoca) wird noch im Vorbeifahren "mitgenommen", dann geht es los in Richtung Westen. Insgesamt haben wir heute knapp 800 Kilometer zu fahren bis nach Wien, wo der Bus um 19 Uhr wieder auf den Autoreisezug verladen wird.

15. Juni 2012

Eine ungarische Kirche, eine sächsische Kirchenburg, keine Schokolade und die Mafia

Auf der Dorfstraße in Sanvasii begegnen uns diese drei farbenfrohen Zigeunermädchen. Sie wollen von uns Schokolade - als wir ihnen keine geben (können), beschimpfen sie uns als "Mafia"... 
Heinz schoss unser Bild des Tages.
Unser letzter Besichtigungstag in Rumänien: Zoltan stößt wieder zu uns - diesmal in Begleitung seiner Frau und seiner kleinen Tochter - und zeigt uns Dörfer mit überwiegend ungarischer Bevölkerung bei Tirgu Mures im Norden Siebenbürgens. Hier sehen die Häuser und Kirchen deutlich anders aus als in den Dörfern der Siebenbürger Sachsen. Auch gibt es auch interessante Begegunngen: Mit dem Pfarrer, einer Spinnerin und drei Zigeunermädchen auf der Straße.

14. Juni 2012

Ländliches Bauen und Art Nouveau - von Deutsch-Weißkirch nach Tirgu Mures

Die Post in Deutsch-Weißkirch: Unser Frühstücksort und Quartier von Erhard und Haio
Heute müssen wir Abschied nehmen von Deutsch-Weißkirch - noch einmal bei Viktor vorbeischauen, noch ein paar ortstypische Filzpantoffeln kaufen und schon geht es auf die Weiterreise nach Tirgu Mures (Neumarkt). Unterwegs hat Heinz in Nicolesti, einem Dorf kurz vor Tirgu Mures, eine kleine orthodoxe Blockbau-Kapelle entdeckt, die er uns natürlich zeigen will.

13. Juni 2012

Mit dem Pferdewagen durch Siebenbürgen


Fahrt mit dem Pferdewagen von Deutsch-Weißkirch nach Meschendorf 
Zunächst besuchen wir heute den siebenbürgisch-sächsischen Tischler Viktor in Deutsch-Weißkirch, der uns seinen Hof mit der Werkstatt und altes Zimmermanns- und Tischlerwerkzeug zeigt, darunter mehrere Beile und einen Fuchsschwanz (Säge) von ausgewanderten Verwandten aus Argentinien. Viktor ist außerdem so freundlich, Erhards große Baumscheiben auf seiner Kreissäge in kleine, handliche Stäbe zu zerschneiden, die sich besser mit unserem Gepäck transportieren lassen.
Mittags steht dann eine Fahrt mit einem traditionellen Pferdewagen von Deutsch-Weißkirch nach Meschendorf auf dem Programm - ein besonderes Erlebnis.

Printfriendly