7. Juni 2012

Hermannstadt für Heinrich und ein Holzklotz für Erhard

Turm an der Piata Mica in Hermannstadt (Sibiu)
Kurz und knapp (Netz ist rar):
Heinrich, der ja erst später zu uns stieß, bekommt heute eine extra Führung durch Hermannstadt mit den wichtigsten gebauten Highlights. Dazu unten noch ein paar Impressionen.
Weiter gehts mit dem Taxi nach Heltau, wo Erhard, Heinz und Volker den Dachstuhl der Wehrkirche (wo wir ja schon einmal waren), bohren. Heinz entdeckt hier an einem Sparren eine interessante inschriftliche Datierung von 1559.

6. Juni 2012

Junge Leute - engagiert in Siebenbürgen

Dachwerk  von Architekturstudenten gebaut
Die Modelle der Studenten der Universität der Architektur wollen wir uns heute ansehen. Der Ableger der Universität Bukarest zentral in Hermannstadt in einem großen alten Stadthaus, das allerdings einen sehr maroden Eindruck macht - die erheblichen Bauschäden sind nicht zu übersehen.  Ein deutsch sprechender, sehr engagierter junger Student übersetzt unsere Fragen an den Leiter der Einrichtung. Ganz spontan werden wir eingeladen, einen Blick ins historische Dachwerk zu werfen. Aber die Konstruktion erklärt sich nicht auf den ersten Blick - nähere Untersuchungen, auch Dendro - wären nötig.

5. Juni 2012

Liebesakt im Freilichtmuseum

Bauernhaus mit Garten
Der Titel dieses Beitrages verspricht hohe Zugriffszahlen und einige werden sicher enttäuscht sein, das Erwartete hier nicht vorzufinden. 
Auf jeder Exkursion besichtigten wir die Freilichtmuseen in der von uns besuchten Region. So auch hier in Siebenbürgen. Am Rande Von Hermannstadt liegt das Freilichtmuseum Astra. Es wurde vor ca. fünf Jahrzehnten gegründet. Allerdings mit einem anderen Konzept, als wir das aus Deutschland kennen, wo man versucht, regionale Baukultur in regionalen Baugruppen zusammengefaßt zu repräsentieren.

4. Juni 2012

Ein Sonntagsausflug mit zufälligen Begegnungen der Baukultur

Blütenpracht auf der Wiese neben der Kirchenruine in Kerz
Es ist Sonntag. Wir haben einen Ausflug in die nahen Karpaten geplant - mit der Seilbahn auf den Gipfel.
Aber weil unsere Ziele auch immer neben dem Weg liegen, müssen wir schon bald das erste Mal anhalten. Die Rythmischen Geräusche vom Turm einer Kirche mit großen Wandbildern fordert uns dazu auf. Es ist gerade Gottesdienst - wir lauschen den Gesängen der koptischen Priester, die p. Lautsprecher nach draußen übertragen werden. Nach und nach treffen die Gläubigen ein …

3. Juni 2012

Begegnung mit den Brüdern Stefan und Eugen - zwei Haus- und Kulturfans in Siebenbürgen

Dendroprobenentnahme am Pressarm einer Weinpresse
Der Tag startet mit einem Besuch auf dem großen Wochenmarkt von Hermannstadt, ein großartiger Genuß für Augen und Nase. Die Tomaten, die wir hier für under Picknick kauften schmeckte noch wie Tomaten.
In Holzmengen, ein kleines Dorf mit Kirchenburg war unser erstes Ziel. In der Scheune des Pastorenhauses konnte Erhard endlich den Dendrobohrer auspacken. Wir sind gespannt auf das Ergebnis.
Beim anschließenden Gang durch die unbefestigten Dorfstraßen zeigte sich uns die Siebenbürger Baukunst mit der ganzen Farben und Formenvielfalt. Um den Jahrzehntelangen Reparaturstau zu beheben fehlt den Bewohnern das nötige Kleingeld. Zu viel müßte möglichst schnell investiert werden, um den Verfall der Baukultur zu stoppen.

2. Juni 2012

"Spaziergang" durch Hermannstadt

Innenhof eines Oberschichtlichen Bürgerhauses
Hermannstadt, die Hauptstadt der Siebenbürgen, haben wir heute zu Fuss erkundet. Die gebaute Geschichte der Jahrhunderte ist hier überall präsent. Beeindruckend sind die Innenhöfe, oftmals kleine Oasen, der großen Stadthäuser, die fast überall zugänglich sind. Die großen Tore sind normalerweise nicht verschlossen.

1. Juni 2012

Blockbauten unter Putz und rumänische Gastfreundschaft

spontane Einladung auf einem rumänischen Hof - der Selbstgebrannte ist Pflicht!
Unser erster Siebenbürgentag. Morgens um 9 starten wir zu einer ersten Tour durch die Dörfer westlich von Hermannstadt. Die Vielfalt von traditionellen Farben, Mustern, Formen die die traditionelle Hauslandschaft prägen, ist erschlagend, aber auch beeindruckend. Aber die neue Zeit der Baumärkte hat sich schon eingenistet und wird noch Vieles zerstören.

30. Mai 2012

Durch das platte Land der Magyaren und russisch Roulette in Rumänien

Ankunft in Wien morgens um 8.30 Uhr
Richtig aufregend war es heute. Zehn Stunden waren wir unterwegs von Wien in Österreich nach Hermannstadt in Siebenbürgen. Die Autobahn durch Ungarn ist richtig langweilig – das Land ist ja fast noch platter als Ostfriesland – naja, daher kommt wohl auch der Name Plattensee – den kennt ja jeder. Und in Rumänien war Russisch Roulette auf den Strassen - jeder überholt mal bei Gegenverkehr – man sieht dann ja ob's klappt.

29. Mai 2012

Auf nach Siebenbürgen

in Verden starten wir erstmal nur zu fünft – Heinrich kommt ein paar Tage später nach

12. Mai 2012

Giebelzier in Westmecklenburg und im nördlichen Wendland


im Museum Diesdorf
Auf unserer Reise 2009 besuchten wir Westmecklenburg und das Museum Salzwedel-Diesdorf. 
In den Dörfern findet man den für die Region typischen Giebelschmuck. In Westmecklenburg die Pferdeköpfe in ihren verschiedenen Ausprägungen und im Wendland die hier verbreiteten Giebelpfähle, im Volksmund auch Wendenknüppel (dieser Ausdruck ist in Fachkreisen eher unbeliebt) genannt.

19. April 2012

Band vier der "Hausforscher-unterwegs-Reihe" soeben fertiggestellt!



Da schaut er noch ganz frisch und noch gar nicht richtig trocken aus dem Karton heraus – der vierte Band unsrer Hauforscher unterwegs-Reihe. Diesmal als Doppelband, mit den Fotos der Exkursionen 2007 und 2011, die uns in die Niederlande führten. 
Viele Stunden Bildbearbeitung und das Weglassen von Fotos (ja, das ist wirklich die größte Kunst – DAS REDUZIEREN) stecken in diesem Doppelband. Nun hoffe ich, daß uns die 100er Auflage ganz schnell "aus den Händen gerissen" wird … 

26. Februar 2012

Schlitten als Transportmittel

Auf Madeira: Feuerholztransport auf dem Schlitten (hist. Foto)
Was kann man von einer Reise nach Madeira als Hausforscher berichten? Vielleicht von den letzten 2 bis 3 strohgedeckten bäuerlichen Nurdachhäusern? Wie Original sind die wohl? Kirchen, ja es gibt eine Reihe von schönen Kirchen. Man könnte von den vielen älteren und auch jüngeren schönen Pflasterungen berichten.
Ich beschränke mich ’mal auf den Schlitten als Transportmittel. Für jeden Touristen ist es ein „Muß“ mit dem Schlitten vom oberen „Monte“ die steile Straße hinunter nach Funchal zu rodeln. Man fragt sich sofort, wie in alles in der Welt kommen die Leute darauf, mit dem Schlitten zu fahren? Außer an dieser Touristenstrecke habe ich keinen einzigen Schlitten auf der Insel gesehen. Es sei denn, man sieht sich die schönen Kachelbilder an Häusern oder Brunnen mal genauer an. Offensichtlich hat man schon früh begonnen, Touristen mit einem Schlitten oder einer tragbaren Hängematte durch die Gegend zu transportieren.

18. Januar 2012

Kniehölzer - die Ahnen von Kopfbändern und Knaggen

krumme Hölzer waren die wesentlichen Bauelemente der Wikingerschiffe
dieses Knieholz trägt die Vorkragung eines Lagerhauses im Brygge-Viertel in Bergen, die schmalen Gänge sind so stützenfrei nutzbar 
Knieholz nennt man natürlich gewachsenes, krummes niedriges Gehölz. Knieholz, das sind aber auch gewachsene Knaggen bei denen man die natürliche Stabilität des krummen Wuchses für die Aussteifung von Holzkonstruktionen nutzt. Am bekanntesten sind die krummen Hölzer, die für die Spanten der Wikingerschiffe benutzt wurden. In den skandinavischen Schiffsmuseen sind die geborgenen Wracks mit vielen Beispielen dieser tausendjährigen Kunst der Krumm- oder Knieholzverwendung zu bewundern.

24. Dezember 2011

Fröhliche Weihnachten …



… wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern, die uns hier auf "Hausforscher unterwegs" besuchen. 
Ich hoffe, ihr habt hier das eine oder andere Interessante aus der Welt der historischen Baukultur entdeckt. Bleibt uns treu und schaut wieder herein, es gibt noch viel zu berichten.

Allen ein spannendes und erfolgreiches Jahr 2012 mit erkenntnisreicher Baukultur.


PS: Kommentare und Gastartikel sind ausdrücklich erwünscht.



9. November 2011

… noch eine Stabkirche in Dänemark

Dekoration des Kirchenportals im "Mammen"-Stil (letzte Hälfte 10. bis erstes Drittel 11. Jh.)
Im Südwesten Jütlands, kurz vor dem Ringkøbingfjord, machen Hinweisschilder auf eine Sehenswürdigkeit aufmerksam: Bork Wikingerhafen - 6 km.
Mehrere auf der Basis archäologischer Befunde rekonstruierte Wikingerhäuser schmiegen sich in die flache Landschaft an einem kleinen Zufluß an der Südspitze des nahen Ringkøbingfjords. In dem kleinen Hafen liegen drei benutzbare Rekonstruktionen kleiner Wikingerboote an einem 40 m langen Nachbau einer in einem nahen Moor entdeckten "Landungsbrücke". Und am Ufer, etwas versteckt im "Opferhain", halten, ein paar um einen Opferstein gruppierte Holzfiguren und über Stangen hängende Pferde- und Ziegenhäute, die Wikingergötter bei Laune.

28. Oktober 2011

Das Estnische Freilichtmuseum: Eesti Vabaöhumuuseum "Rocca Al Mare"

Das Estnische Freilichtmuseum "Eesti Vabaöhumuuseum Rocca Al Mare" ist das kleinste und jüngste der drei Baltischen Freilichtmuseen. Auf "nur" 84 Hektar vermitteln 79 Gebäude (translozierte Originale und Kopien) einen guten Einblick in das Alltagsleben der ländlichen Bevölkerung Estlands aus allen Landesteilen. Es liegt nur sieben Kilometer westlich des Zentrums der Estnischen Hauptstadt Tallin.

23. Oktober 2011

Das Ethnografische Freilichtmuseum in Lettland

Museum des nationalen Bauerbes, acht km von der Hauptstadt Riga entfernt
Ein Besuch in Lettland startet oder endet meistens in der Hauptstadt Riga, die ja auch wegen ihrer Geschichte und historischen Baukultur wirklich sehenswert ist. Aber das Stadt-Leben Rigas hat nun wirklich nichts zu tun mit dem Leben auf dem Lettlande, vor allem in früheren Zeiten.
Wer die ländliche Baukultur kennen lernen möchte, der fährt am besten ins nur 8 km vom Rigaer Zentrum entfernte ethnografische Freilichtmuseum (Ethnografiskais brivdabas muzejs)

26. September 2011

Das ethnographische Freilichtmuseum in Rumŝiŝkés, Litauen

"Lietuvos Liaudies Buities Muziejus" – der Eingang
Das ethnographische Freilichtmuseum in Rumŝiŝkés ist das größte Museum in Litauen und flächenmäßig eines der größten in Europa. Auf 195 ha hügeligen Wald- und Wiesenflächen sind in kleinen Tälern seit 1966 138 Gebäude aus ganz Litauen hierher versetzt und in Gruppen aus Nord- Süd-, Ost- und Westlitauen aufgestellt. Alle Häuser sind Blockhäuser und mit dem üblichen Inventar ausgestattet, die Wohngebäude werden von Museumsmitarbeiter/innen betreut.

17. September 2011

Reisefieber …

Fast sechs Monate sind seit unser letzten Reise vergangen. Da wird es Zeit, sich über ein nächstes Ziel Gedanken zu machen  – denn bald ist Weihnachten und dann Frühling und dann kribbelt's auch schon in den Reiseschuhen.

30. August 2011

Museum der bäuerlichen Baukunst in Olsztynek (Hohenstein), Polen


Museum der bäuerlichen Baukunst, Eingangsbereich
Das Museum für volkstümliche Baukunst "Ethnographischer Park" ist das größte Museum in Polen und liegt am Rande der Kleinstadt Olsztynek (Hohenstein). Es wurde in den Jahren 1938 - 42 von Königsberg in Ostpreußen, wo es 1909 gegründet wurde, hierher verlegt. Von ca. 20 Kopien , die Originale waren für ein Translozierung zu schlecht, wurden aber nur 12 Gebäude an dem neuen Standort aufgebaut.

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